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Wirtschaftsverein Rügen e.V.

Impuls für die Insel

Mitglieder und Wahlversammlung am 22.April 2015

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. hatte in Zusammenarbeit mit dem Fährhafen Sassnitz Gmbh zu einer erweiterten Mitglieder- und Informationsveranstaltung zum Thema:

Großprojekte im Fährhafen Sassnitz- harte und weiche Standortfaktoren - Chancen für die regionale Wirtschaft im Gewerbegebiet des Hafens“

eingeladen.

Im Rahmen der Veranstaltung konnte der Referent des Hafens, Herr Patrick Schwabe eine Reihe von weichen Standort- Faktoren aufzeigen, die das Umfeld der hier vor allem projektbezogen und meistens kurzzeitig tätigen Firmen und deren Mitarbeiter bestimmen. Es geht um preiswertes Wohnen, um eine günstige flexible und nahrhafte Essenversorgung der häufig vom See-Einsatz kommenden Arbeitskräfte, um attraktive Freizeit und Dienstleistungsangebote in unmittelbarer Umgebung und vieles mehr. Die Arbeitswelt im Fährhafen als zunehmend projektorientierter Industrie- Standort – Schwerpunkt Bau und Betreuung von Offshore- Windkraftanlagen - hat sich gewandelt und bietet heute in vielfältiger Hinsicht Chancen, die von der Wirtschaft der Insel wahrgenommen werden sollten. Dafür Impulse zu setzen, war wesentliche Aufgabe der Veranstaltung des Wirtschaftsvereins. Eine sehr rege Debatte bewies, dass dieses Ziel erreicht worden war.

Vertreter aus der Verwaltung, des Tourismus, der Wohnungswirtschaft und der Politik konnten sich von der aktuellen Entwicklung und den Chancen für unternehmerisches Handeln vor Ort überzeugen.

Die anschließende Wahlversammlung war nicht öffentlich und den stimmberechtigten Mitgliedern vorbehalten.

Nach dem Vortrag des Rechenschaftsberichtes durch den scheidenden Präsidenten Klaus Schütt wurde die Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt.

Neue Präsidentin des Wirtschaftsvereins Rügen e.V. ist Christine Zillmer. Als Vizepräsidenten wurden Karsten Liefländer und Klaus Schütt gewählt. Weiterhin sind Frank Jasmann und Reiko Zillmer Mitglied des Vorstandes.

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. wird sich auch zukünftig schwerpunktmäßig für die endgültige Fertigstellung der geplanten B 96n bis Bergen, den Ausbau der B 96 Bergen Strüßendorf und eine flächendeckende Infrastruktur des Glasfasernetz- Ausbaus auf der Insel einsetzen.

Der Arbeitsplan konzentriert sich dabei auch auf Veranstaltungen zur Entwicklung des Einzelhandels in den Städten und das Ziel, das Projekt „Gesundheitsinsel Rügen“ voran zu treiben.

Schütt

Fotograf: Uwe Driest
Auf dem Foto von links: Klaus Schütt, Reiko Zillmer, Christine Zillmer, Frank Jasmann, Karsten Liefländer.

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. zog Bilanz

Auf der Beratung zum Jahresabschluss zog der Vorstand des Wirtschaftsvereins am 19.Dezember 2014 in Juliusruh eine positive Bilanz.

So konnten im abgelaufenen Jahr u.a. mit den Themen zur Entwicklung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs auf Rügen und zur aktuellen Steuergesetzgebung wichtige Themen in den Mitgliederversammlungen und mit guter Beteiligung durchgeführt werden. Das belegten auch die lebhaften Diskussionen bei den Veranstaltungen, über die auch in den Medien berichtet worden ist.

Der Vorstand bekräftigte nochmals seine Forderung, den geplanten Ausbau der B96 n einschließlich der Verbreiterung der B 96 zwischen Bergen und Lietzow endlich und ohne weitere Verzögerungen fertig zu stellen. Im Interesse der sicheren Befahrung dieser für Tourismus, Bürger der Insel und die Wirtschaft wichtigen Verkehrsader zwischen Stralsund und dem Fährhafen bzw. Nordrügen sehen wir unsere Forderung nach wie vor aktuell geboten. Einen wesentlichen Schwerpunkt sieht der Wirtschaftsverein aber auch im forcierten nahtlosen Ausbau des Radwege-Netzes und der Sicherung des möglichst flächendeckenden attraktiven öffentlichen Nahverkehrs auf der Insel.

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. dankt allen Mitgliedern und Partnern für die gute Zusammenarbeit 2014 und wünscht ihnen und ihren Familien ein gesundes Jahr 2015.

Im Namen des Vorstandes

Klaus Schütt

Präsident

Wirtschaftsverein Rügen Sassnitz-Sail 2014

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. hatte auch in diesem Jahr seine Mitglieder und Partner am 16.August 2014 zu einem fast schon traditionellen See-Turn anlässlich der „Sassnitz-Sail 2014“ eingeladen.

Bei recht starkem Wind konnten die Gäste des Wirtschaftsvereins auf dem Haikutter „Hansine“ bei Sonnenschein gute Gespräche über Politik, Wirtschaft und regionale Probleme führen.

Als aufmerksamer Zuhörer und besonders wichtiger Partner erwies sich vor allem der Landrat Ralf Drescher. Er zeigte sich aufgeschlossen und interessiert für alle wichtigen Fragen auf der Insel.

Beraten wurden ebenfalls Themen zur Entwicklung des Biosphärenreservats SO Rügen und zum bisherigen Saisonverlauf aus Sicht des Partners Naturerbe Zentrum Rügen Prora.

Die „Hansine“ wurde zwar kein Regatta-Sieger – aber darauf kam es den Teilnehmern auch nicht vorrangig an.

Sie bewunderten, wie sich die sehr junge Crew bei stürmischem Wind seemännisch und als gute Gastgeber schlug.

Der Präsident des Wirtschaftsverein Rügen e.V. Herr Schütt dankte zum Abschluss den Gästen und der Mannschaft der „Hansine“ für einen erfolgreichen und gelungenen Tag auf See.

Artikel „Ostsee-Zeitung“ vom 18. 8.2014 zur „Sassnitz-Sail“

Neuigkeiten des Steuerrechts

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. hatte zum 4.Juni Mitglieder und Interessenten zu einer Veranstaltung ins Parkhotel Bergen geladen.

Es ging um die leidigen Steuern und vor allem um Neuigkeiten des Steuerrechts für Unternehmen.

Dazu referierte Herr Dr. Manfred Bölkow von der Kanzlei ECOVIS Grieger Mallison Adamitza & Dr. Bölkow Stralsund.

Bei draußen herrlichem Sommerwetter und in abgedunkeltem Raum konnten die Teilnehmer interessante Ausführungen zur Problematik des Steuerrechts hören und mit eigenen Fragen zur regen Diskussion beitragen. Es ist offensichtlich selbst für Experten schwierig, die Handhabung mit Gesetzen, Anordnungen, Gerichtsentscheiden und Ausführungs-bestimmungen immer zu verstehen und rechtssicher anzuwenden.

Auf die Frage des Chefs des Wirtschaftsvereins Herrn Schütt, ob von den häufig politisch geforderten und angekündigten Vereinfachungen auf diesem Gebiet etwas Neues zu vermelden sei, musste Dr.Bölkow die Teilnehmer enttäuschen.

Hier gibt es zukünftig wohl eher noch mehr „Papier“ zu befürchten.

Für die Teilnehmer gab es viele Neuerungen und Entscheide, die ihre tägliche Arbeit berühren.

Es ging z.B. um die bekannten „geldwerten Leistungen“, um die steuerliche Behandlung von Kuren, Belegschaftsausflüge und dem „burn out“ bei Mitarbeitern, aber auch die vielen Varianten bei der Behandlung der Umsatzsteuer.

Es hätten natürlich noch mehr Interessenten von der Debatte profitieren können, mehr Plätze hatte der Wirtschaftsverein Rügen e.V. durchaus noch bestellt.

Es war auch besonders dank des guten sachlichen Vortrages von Herrn Dr.Bölkow eine Veranstaltung, von der die Teilnehmer bestimmt in ihrer Arbeit profitieren werden.


Der Wirtschaftsverein Rügen e. V. debattierte über den öffentlichen Personen-Nahverkehr auf Rügen


Im Jasmar Resort Neddesitz trafen sich Mitglieder des Wirtschaftsvereins Rügen e.V. und Interessierte zum Thema:

„Wohin fährt Rügen mit dem Nahverkehr der Zukunft? “

Umstrukturierungen des RPNV, aktuelle Mitteilungen in den Medien und Sorgen um eine Verringerung des Angebotes an Busverbindungen auf unserer Insel hatten zur Debatte um dieses Thema geführt.

Den Teilnehmern stellten sich der Aufsichtsratsvorsitzende des RPNV und Vize Landrat Herr Lothar Großklaus und Herr Langkammer vom Landkreis VP Rügen.

Herr Schütt erläuterte in seinem Kurzvortrag das Anliegen der Beratung besonders vor dem Hintergrund von finanziellen, demographischen und verkehrstechnischen Zwängen auf Rügen. Er sah vor diesem Hintergrund die Gefahr, dass der zukünftige Nahverkehr auf Rügen dem Anspruch

„Eine Insel mit viel Bus“

evtl. nicht mehr so gerecht werden könnte

Trotz hoher Motorisierung mit PKW bei den Rügener Bewohnern gibt es Sorgen für Ältere, Azubis und das Personal besonders von Unternehmen der Tourismusbranche, wenn das aktuell recht ordentliche Angebot des RPNV im Zuge der Zentralisierung des ÖPNV des Großkreises verschlechtert würde.

Leider fehlten Vertreter der Hotel- Betriebe, die sonst besonders häufig für ihr Personal die mangelhafte Anbindung Ihrer Hotels an das Nahverkehrsangebot der Insel beklagen.

In der Beratung, in der es auch um die Arbeitsplätze im RPNV in Bergen, das Rügener Tarifsystem, den Schülertransport und die Unwirtschaftlichkeit von einigen Linien besonders außerhalb der Saison ging, konnten die beiden Herren vom Landkreis folgende für die Gesprächsrunde wichtige Fakten darlegen:

Die Zentralisierung der bislang 3 Nahverkehrsunternehmen in Grimmen soll

Einsparungen insbesondere bei der Beschaffung von einheitlichen Bussen,

Material und Personal erbringen

Die zentrale Steuerung wird von Stralsund aus erfolgen.

Der Stützpunkt in Bergen bleibt mit Verwaltungs- und Reparaturbereich erhalten

Es ist kein Personalabbau durch Kündigungen vorgesehen

Auch zukünftig wird der Slogan des RPNV

„Eine Insel mit viel Bus“

gültig bleiben. Es gibt keine wesentlichen Einschränkungen des derzeitigen

Angebotes für Kunden auf Rügen. Auch eine Erhöhung der Fahr-Preise ist

kurzfristig nicht vorgesehen

Das Modell des für Nutzer kostenlosen Angebots, das im Bereich SO Rügen

Mönchgut noch erprobt wird, ist hinsichtlich seiner Umsetzung auf ganz Rügen

noch auszuwerten. Ziel ist die Reduzierung des individuellen PKW- Verkehrs

durch Touristen und Bewohner der Insel

Der Landkreis als Gesellschafter und das zukünftig zusammengeführte

Nahverkehrsunternehmen, das wohl unter dem gemeinsamen Namen

„Verkehrsbetriebe Vorpommern Rügen“ firmieren wird, ist jederzeit für

Hinweise zur zielgenaueren Anpassung der Fahrpläne dankbar


Der Wirtschaftsverein checkt Bundestagswahl-Kandidaten

Am 29.August hatte der Wirtschaftsverein Rügen e. V. Kandidaten des Wahlkreises zu einer Debatte über deren Programm zu wirtschaftlichen Fragen der Insel Rügen in die „Aquamaris“

Strandresidenz nach Juliusruh eingeladen.

Von den Parteien waren hierfür angereist:

25 Gäste und Mitglieder des Wirtschaftsvereins stellten an alle Kandidaten und Vertreter der Parteien ihre Fragen zu Komplexen

Die teilweise sehr engagiert geführten Debatten zeigten, dass großes öffentliches Interesse an der zukünftig effektiven und nachhaltigen Entwicklung der Insel besteht.

Leider begrenzte der zeitliche Rahmen die ebenfalls geplante Vertiefung von wichtigen Themen, wie

Es zeigte sich, dass große Einmütigkeit der Parteien in wichtigen Fragen zur Fährhafenentwicklung und zur Erweiterung von Angeboten zur Verlängerung der touristischen Saison bestand.

Kritisch wurde aber auch registriert, dass es Rügen weiterhin an attraktiven Arbeitsplätzen in der Produktion fehlt. Das hat auch Folgen für gutes Einkommen der Inselbewohner und eine Perspektive für unsere Jugend.

Betreffs der notwendigen Ausbaumaßnahmen für das Straßennetz (B96n, B 96 und Ortsumgehung Bergen) gab es zur Dringlichkeit eine einheitliche Meinung.

Strittig blieb insbesondere der in vielen politischen Beschlüssen und Gesetzen fixierte Neubau der B96n von Samtens bis Bergen.

Nicht alle Fragen der Teilnehmer konnten auch klar mit programmatischen Ansätzen der Parteien beantwortet werden. Hier zeigte sich dann auch, dass diese Erwartungen in heißen Wahlkampfzeiten wohl zu optimistisch waren.

 

Klaus Schütt

Präsident

Tagung

Sieht so Meinungsfreiheit aus

Am 11. Mai 2013 hatte der Wirtschaftsverein Rügen e.V. zusammen mit Partnern der Insel-Wirtschaft und der Region unsere Forderung nach schnellem Ausbau der B 96n und mit Genehmigung der DEGES am Bauzaun bei Rambin bekundet.

Die Medien berichteten darüber.

Wir hatten dabei ausdrücklich Wert darauf gelegt, die Parolen der Gegner des Projektes zu achten und nicht zu überschmieren oder zu überkleben.

Dabei waren diese doch offensichtlich vorher ohne Erlaubnis der Eigentümer auf die Holzwand geschmiert worden.

Zum Wochenende haben nun Leute in der Nacht unsere Folien abgerissen und gestohlen.

Die Einsaatfläche mit den aufkeimenden Sonnenblumen wurde in den Bereichen zertrampelt, die Befestigungsleisten mit freien gefährlichen Nägel- und Schraubenspitzen zerbrochen und zwischen Krötenzaun und Holzwand geworfen.

Sollen so künftig Argumente „ausgetauscht“ werden?

Durch Vandalismus, Diebstahl und im Schutz der Dunkelheit?

Wir wissen uns einer Meinung mit der großen Mehrheit der um die Wirtschaft der Insel besorgten Menschen, auch wenn das leider in der Öffentlichkeit oft nicht so deutlich wird.


Deshalb unterstützen wir die baldige Fertigstellung ohne weitere unnötige Verzögerungen.


P.S.: Wir haben zur rechtlich gebotenen Strafverfolgung Anzeige erstattet.

B96n

Am Samstag, dem 11.Mai 2013 wurden wir am Bauzaun vor der B96n östlich von Rambin

und in Abstimmung mit der DEGES aktiv.

Wir, das waren

Wir haben am Bauzaun Gestaltungen für eine angemessene und freundlichere Begrüßung der Gäste der Insel und die Positionierung unsere Forderung zur Fertigstellung der geplanten B96n bis Bergen vorgenommen.

Die vorhandenen Gegenmeinungen, die als solche klar ersichtlich sind, wurden von uns nicht übermalt oder entfernt.

Die Junge Union hat die gleichzeitige Einsaat von Sonnenblumen vor dem Bauzaun begleitet.

Das E-Werk Sassnitz unterstützte uns zusätzlich mit Malarbeiten und Getränken.

Die Aktion wird ausschließlich von den Akteuren finanziert.

Ein Bericht in der OZ informierte über unsere Aktion am 13.Mai 2013 im Rügen-Teil.

Tagung

Tagung

Mitgliederversammlung

Der Wirtschaftsverein Rügen hatte am 8.Mai 2013 in Prora zu einer erweiterten Mitgliederversammlung mit anschließender Neuwahl des Vorstandes eingeladen.

Man traf sich dazu bei dem neuen Mitglied auf dem im Bau befindlichen Naturerbezentrum am ehemaligen Forsthaus Prora.

Unter der sachkundigen Führung von Herrn Michalski, Geschäftsführer des NEZ konnten wir uns über den Stand der Bauarbeiten und die Ziele der Einrichtung nach Fertigstellung im Juni 2013 informieren lassen.

Wir überzeugten uns davon, dass mit der Fertigstellung ein weiterer Besuchermagnet die Besucher und Bewohner wichtigen Attraktivität der Insel erhöhen wird.

Ein vielseitiges ständiges Angebot für Besucher aller Altersgruppen und themenbezogene Ausstellungen sollen besonders Kenntnisse über Natur und Wald vermitteln.

Die vielen noch im Gelände tätigen Firmen und noch sichtbare Aufgaben zeigten aber auch, welche Anstrengungen bis zur Eröffnung noch vor den Baufirmen liegen.

Anschließend trafen wir uns im Seminarraum der Jugendherberge Prora.

Der Herbergsleiter, Herr Brosseit, stellte uns das noch relativ neue Objekt mit seinen Angeboten für insbesondere Schulklassen und Familien mit Kindern vor.

Unter dem Motto

„Aus grau mach bunt“

entstand mit erheblichen Fördermitteln ein Domizil mit 400 Betten in unmittelbarer Strandnähe.

Gäste sind spätestens nach Anmeldung Mitglieder des Deutschen Jugendherbergswerks

Im vorigen Jahr konnte die Einrichtung etwa 70 000 Übernachtungen verbuchen. Zielstellung sind etwa 100 000 Übernachtungen pro Jahr.

Es arbeiten dafür 18 Vollzeit-Dauer-Beschäftigte und in Spitzen bis zu 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Veranstaltungen in der Saison.

Die anfänglichen Befürchtungen, die neue Einrichtung könnte für ehemalige Nazis, Rechtsradikale oder Militär-Nostalgiker zum Wallfahrtsort werden, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war eine geplante Debatte mit dem Landrat, Herrn Drescher.

Diesen Part übernahm wegen anderer dringlicher Termine Herr Horn vom Landratsamt.

Es ging um Fragen, wie sich für die Inselwirtschaft Wirtschaftsentwicklung – und - förderung mit der neuen Landkreisstruktur darstellen.

In der sehr regen Debatte ging es den Teilnehmern vor allem um mehr konzeptionelle Arbeit und deren Durchsetzung. Darüber hinaus erging an den Landkreis der Wunsch, mit den Vereinen und Verbänden der Inselwirtschaft planmäßiger und zielorientierter zusammen zu arbeiten. Die Inselwirtschaftler waren sich dabei mit Herrn Horn einig, dass mehr Gemeinsamkeit in der Öffentlichkeit zur Durchsetzung wesentlicher Projekte geboten ist.

Den wichtigen Abschluss der Veranstaltung bildete die Neuwahl des Vorstandes des Wirtschaftsvereins Rügen e.V.

Herr Schütt hatte bekanntlich nach dem frühzeitigen Rücktritt des Präsidenten Herrn Görnig im November 2012 das Amt als Vizepräsident wahrgenommen und trug den Rechenschaftsbericht vor.

 

Nach Entlastung wurden zum neuen Vorstand gewählt:

Zum Präsidenten wählten die Mitglieder Herrn Klaus Schütt für die nächsten 2 Jahre.

Tagung

Die Mitglieder beschlossen einen Arbeitsplan bis 2015, der vor allem folgende Aufgaben beinhaltet:

Der Wirtschaftsverein Rügen e.V. ist parteiunabhängig und wirbt um weitere Mitglieder, um deren Interessen auch auf dieser Ebene zielgerichtet mit wahrnehmen zu können.


Sassnitz, 9.Mai 2013

Tagung

( Auf der Baustelle des NEZ )

Stellungnahme des Wirtschaftsvereins Rügen e.V. zum Straßenausbau auf der Insel Rügen

Unsere Insel Rügen hat im Wettbewerb mit anderen Regionen auf Grund der bekannten natürlichen Gegebenheiten eine hohe Anziehungskraft, die ja in der wichtigen touristischen Branche auch als Magnet genutzt wird.

Unser Ziel ist es, zur Erhaltung und Stärkung der Wirtschaftskraft der Region beizutragen.

Dabei spielt auch in unserer Arbeit die Bewahrung schützenswerter Landschaften eine Rolle.

Wir verweisen so auch auf unsere eingeleiteten Aktivitäten zum Erhalt wesentlicher Alleen durch eine geplante Nachpflanz-Initiative.

Die Alleen sind seinerzeit auch von Menschen als Teil einer Kulturlandschaft gepflanzt worden und müssen deshalb auch planmäßig erhalten und erneuert werden!

Wir wissen aber auch, dass unsere Insel im Wettbewerb mit Urlaubsregionen an der Ostsee- Küste und Häfen bis nach Stettin steht.

Hierbei spielt dann eben auch die verkehrsseitig etwas ungünstigere Randlage als Insel eine hemmende Rolle.

Deshalb unterstützen wir besonders so wichtige Baumaßnahmen, wie aktuell den Ausbau der B 96n bis Bergen und die Erweiterung der B 96 von Bergen bis Strüßendorf auf die gesetzlich geforderte und für Transporte zum Fährhafen dringend gebotene Breite.

Zu viel Zeit ist dabei leider schon verloren gegangen!

Es macht uns schon betroffen, wie in den Medien teilweise ein Bild erscheint, als würden die Baumaßnahmen gegen den Willen der meisten Rügener und ohne Rücksicht auf Natur und Baukosten von einer kleinen mafiösen selbstherrlichen Lobby durchgepeitscht werden.

In die Debatten muss deshalb wieder mehr Sachlichkeit kommen.

Die Sorgen einiger Rügener, aber auch von außerhalb, unsere Natur und Schönheit der Insel zu erhalten, werden ernst genommen. Vieles davon ist aber in die Planungen eingeflossen, so dass heute auch mit der entsprechenden Sachlichkeit argumentiert werden kann.

Das betrifft u.a. die stark angestiegenen Baukosten bei der B 96 n.

Um es vorweg zu sagen:

Uns gefällt es auch nicht, wenn diese eigentlich bereits mit Übergabe der Rügenbrücke 2007 fertig zustellende Strecke nunmehr so teuer und voraussichtlich erst nach 2015 fertig werden soll.

Wir hatten uns aber bereits kurz nach bekannt werden der Steigerungen mit der DEGES an einen Tisch gesetzt, um sachlich über die realen Ursachen zu sprechen.

Dabei wurde u.a. eben auch deutlich, dass Verzögerungen durch ständiges gefordertes Umplanen jedes Bauvorhaben in der Regel teurer machen.

Wir sind dabei aber auch nicht der Auffassung, hierfür einige immer wieder gern ausgemachte Personen bzw. Verbände als alleinige Schuldige zu bezeichnen.

Nur, mit der Zeit immer weiter verschärfte Gesetze zur Einhaltung von Regelungen zum Naturschutz verzögern eben Planung und Bau.

Zur Kostensteigerung führen natürlich auch medial wirksame Aktionen von wenigen „Aktivisten“, wenn das Ergebnis der zeitweilige Abbruch von geplanten Arbeiten ist.

Es ist nun einmal eine Tatsache, dass sich in der Zeit von 2005 mit einer langen Phase relativ stabiler Baupreise 2011 - 2012 erhebliche Baupreissteigerungen am Markt ergaben. Gegenüber der Zeit des seinerzeitigen Baus der A 20 hat sich so z.B. heute der durchschnittliche Baupreis für einen km Autobahn nahezu verdoppelt.

Es ist andererseits leider auch so „praktisch“ geworden, bei jeder für manchen ungeliebten Baumaßnahme die Schreckensbilder unserer aktuellen deutschen Bausünden, wie Flughafen Berlin, Elbphilharmonie Hamburg und und und zu zitieren. Diese Beispiele passen hier aber kaum.

Trotzdem fordern auch wir, durch konsequente Kostenkontrolle und effektives Bauen die Fertigstellung der wichtigsten Verkehrsadern der Insel termingerecht und entsprechend bestätigter Planungen zu gewährleisten.

Es geht dabei auch nicht nur nebenbei um mehr Sicherheit auf den Straßen.

Wir bekennen uns ausdrücklich zum Standort des Fährhafens Sassnitz als ganz wesentlichen Wirtschaftsfaktor mit Zukunftspotential. Wir müssen alles dafür tun, um auf der Insel neben der touristischen Branche mehr Wert schöpfende Arbeitsplätze zu sichern. Nur so können wir dauerhaft auch unsere Jugend auf der Insel halten. Überalterung und Fachkräftemangel sind auf Rügen schon jetzt ein bedrohlicher hemmender Faktor für die Inselwirtschaft.

Uns gefällt es auch nicht, wenn an verschiedensten Stellen negative Schlagzeilen und Parolen

die Besucher der Insel schrecken.

Es kann doch nicht sein, dass jahrelang an Mauern des KdF- Objektes Prora und mit sehr großer Schrift Touristen als Terroristen beschimpft werden.

Wir empfinden deshalb auch die von wenigen Ablehnern am Bauzaun bei Rambin geschmierten Zeilen zur B 96n durchaus als Abschreckung, zumal sie eben sehr einseitig- als Schmiererei ausgeführt- nicht die Meinung der Mehrheit verkörpern.

Sachliche Auseinandersetzungen müssen auf demokratischer Ebene und schon gar nicht durch Sachbeschädigung fremden Eigentums stattfinden.

Gäste, die wir dringend brauchen, empfängt man freundlicher und einladend!


i.A. Klaus Schütt

Vorstand des Wirtschaftsvereins Rügen e.V.